Im April diesen Jahres habe ich ein langes Wochenende in Frankreich verbracht. Genauer gesagt im Süd-Westen von Frankreich in der Occitane Region. Der Anbieter mit dem wir dort seit diesem Jahr zusammenarbeiten bietet Sternritte an. Entweder mit 4 oder mit 7 Nächten Aufenthalt. Jeremy und Gwladys – die Besitzer des Hofes – haben hier einen wunderschönen Ort zum verweilen und Urlaub machen geschaffen.
Also bin ich an ein Sonntag von Stuttgart nach Toulouse geflogen, wo ich am Nachmittag schon am Flughafen erwartet wurde. Vor dort waren es noch ca. 1,5h mit dem Auto zum Hof.
Der Hof liegt wunderschön zwischen kleinen Ortschaften und viel Natur. Ein tolles, altes Herrenhaus umgeben von vielen Weiden, auf denen die ca. 32 Pferde das ganz Jahr draußen in kleinen Gruppen leben. Alles wurde die letzten 5 Jahre von der Familie (zu der auch 2 Kinder gehören) liebevoll und mit rustikalem Charm renoviert. Neben 3 Doppelzimmern für die Gäste gibt es einen Gemeinschaftsraum mit Wohn- und Esszimmer. Im Sommer kann man auch auf der Terrasse den Pool nutzen und in der Sonne entspannen.
Am ersten Abend werden wir noch über den Hof geführt schauen uns die Pferde und Weiden, sowie die Gebäude und die Reitanlage an. Später essen wir gemeinsam mit der Familie zu Abend. Diese Reise bietet nicht nur eine tolle Landschaft und viel Kultur, sondern auch kulinarisch ist es ein Highlight. Regionale Produkte und Spezialitäten, fantasievolle Mahlzeiten, sowie viel Käse und Wein.






Am ersten vollen Tag will das Wetter leider nicht so wie wir wollen und es regnet sehr viel, weswegen wir nur am Vormittag einen Ausritt machen. Die Pferde sind alle sehr rittig und vielseitig ausgebildet. Wir reiten durch kleine Wälder und historische Dörfer, vorbei an kleinen Moos bewachsenen Mauern und vielen Frühlingsblumen. Trotz des Regens ein schöner Ausritt. Ich reite den ruhigen und entspannten Wallach King.
Den Nachmittag verbringe ich dann damit, mich etwas auszuruhen und mit einem Buch am Kamin zu entspannen.
Am zweiten Tag haben wir zum Glück besseres Wetter und brechen gegen 10 Uhr zu einem Ganztages-Ritt auf. Wir reiten vorbei an den „Caselles“, das sind historische Unterschlupfe die einst von den Wanderschäfern in dieser Region genutzt wurden. Unser Ziel des Rittes ist ein Weinhändler aus der Region bei dem wir eine Weinprobe haben und lernen die verschieden Weine mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu unterscheiden. Im Anschluss daran genießen wir ein Picknick mit regionalen Produkten und reiten durch das wunderschöne Cellee Tal zurück zum Hof. Wir haben viel Sonne und genießen ein paar tolle Galoppaden am Fluss. Ein sehr gelungener Tag mit vielen Eindrücken liegt hinter unserer kleine Gruppe. Mit mir sind diese Woche noch zwei weitere Gäste aus Norwegen da.




Der dritte Tag beginnt, wie auch schon die anderen Tage, mit einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück und auch für diesen Tag ist ein Tagesritt geplant. Wir reiten wieder durch das Cellee Tal bis zum kleinen Dorf „Corn“, und von dort an einem schönen und magisch mit Moos überwachsenen Waldweg am Fluss entlang weiter in Richtung Kloster Espagnac. Ein bisschen erinnert mich die Natur an den magischen Wald bei „Herr der Ringe“. Das Kloster Espagnac liegt auf einem Pilgerweg und wir sehen viele Wanderer. Im Hof des Klosters, welches heute als Pilgerunterkunft dient, machen wir unser Mittags-Picknick in der Sonne, während die Pferde sich etwas ausruhen und das saftige Frühlingsgras genießen. Auch heute haben wir viel Spaß auf dem Rückweg, mit tollen Galoppaden entlang von Wiesen, Weiden und vorbei ein zauberhaften alten Dörfern. Am Abend werden wir nach einer kleinen Pause, wie an allen Abenden, mit einem 3-Gänge Menü und leckerem Wein verwöhnt.




Am nächsten Morgen steht auch schon die Abreise an und per Transfer werde ich wieder zum Flughafen nach Toulouse gebracht. Man kann aber vor Ort auch gut mit dem Zug oder dem Auto an- und abreisen.
Ich hatte eine tolle Zeit in Frankreich und habe mich total in die wunderschöne Landschaft und die tolle Kultur verliebt. Die Tage waren einfach ein Traum: tolle und wahnsinnig gut ausgebildete Pferde, wunderschöne Ausritte und leckeres Essen. Was will man mehr?! Die Gastgeber Jeremy und Gwladys sind wunderbar herzlich und es bleiben keine Wünsche offen. Hier wird sich unglaublich viel Mühe gegeben – nicht nur mit den Gästen, sondern auch mit den Pferden. Für die Menschen vor Ort gehört jedes Pferd zur Familie und es wird sich hervorragend um die Tiere gekümmert. Wir haben immer alle gemeinsam die Pferde geholt und fertig gemacht, sowie auch nach dem Reiten wieder abgepflegt und die Pferde dann auf die Weide verabschiedet.
Die Reise in die Occitane ist ein absolute Empfehlung für jeden, der eine Auszeit sucht und sich neben tollen Ausritten auch für ein wenig Kultur und tolle Kulinarik interessiert. Hier findest du den Ritt auf unserer Website: Reitwoche in der Occitane oder Kurzurlaub in der Occitane.

