von Antonia S.
Hi, ich bin Antonia und war im März 2024 für zweieinhalb Wochen bei Tamlyn und Horse Safari Company in Südafrika. Tamlyn ist eine ganz liebenswerte Frau, die dieses Business vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat und nun mit ihrem Partner Rudi zusammen weiter ausbaut. Sie hat den Traum längerfristig viele Safari Touren für Gäste aus den umliegenden Lodges anbieten zu können, muss aber auf ihrem Weg dorthin Pferde entsprechend an die Wildtiere gewöhnen und diese fit halten. Für ihre inzwischen rund 30 Pferde, die sie auf zwei Reservate verteilt hält, benötigt sie die Unterstützung von uns Volontären. Wir helfen ihr dabei, die Pferde regelmäßig zu bewegen und dabei gleichzeitig an die Safaris zu gewöhnen. Die meisten der Pferde sind dabei schon „alte Hasen“ und kennen ihren Job hervorragend, dennoch kommt es vor, dass Situationen für die Pferde neu sein können, oder neue Pferde ins Camp einziehen, die dann durch uns für die Gäste optimal vorbereitet werden.
Der Tagesablauf besteht also für uns zu einem sehr großen Teil aus Reiten. Da ich im Sommer dort war, ging es morgens immer schon sehr früh (5-6 Uhr) los, um der Hitze auszuweichen. Die Pferde wurden von den Koppeln eingesammelt, gefüttert, geputzt und anschließend geritten. Bei den Stallarbeiten helfen allerdings immer noch ein bis zwei angestellte Grooms mit. Am Nachmittag wird dann, je nach Wetterlage, noch einmal geritten.
Die Ritte dauern meistens zwischen 1,5- 3 Stunden und man hat die Chance auf dem einen Reservat, Giraffen, Zebras, Gnus, viele verschiedene Antilopen, manchmal Elefanten, und auf dem anderen Reservat sogar Wildkatzen wie Löwen, Geparden und Leoparden zu sehen. Geleitet werden die Ritte entweder von Tamlyn selbst oder ihrer angestellten Guide Rebecca. Beide sind speziell ausgebildete Guides und verfügen über ein enormes Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt Südafrikas. Das geht von Raubkatzen und Elefanten, über Krokodile bis hin zu den verschiedensten Vögel- und Pflanzenarten und man kann sie alles fragen und unglaublich viel lernen.
Zwischen den Ritten hat man meistens Zeit sich zu erholen oder es werden kleine Aufgaben verteilt, wie das Sattelzeug zu fetten oder bei Dingen zu helfen, die anfallen. Grundsätzlich bleibt aber genug Zeit, um nach dem frühen Aufstehen nochmal ein Nickerchen zu machen oder Bücher zu lesen etc. Es macht also auf jeden Fall Sinn sich Beschäftigungsmaterial mitzunehmen. Vor allem auch solches, welches ohne Internet funktioniert, da es im Camp keinen/ kaum Empfang gibt und das W-lan während der Load Shedding* Stunden aus ist. Tamlyn und die anderen sind stets bemüht einem eine unvergessliche Zeit zu bereiten. Bei Interesse empfehlen sie einem die verschiedensten Aktivitäten, die man im Umkreis der Reservate machen kann. Sehr besonders fand ich zum Beispiel die Safari Touren durch den Krüger National Park, man kann aber auch verschiedene Hotel Aufenthalte oder Spa Treatments buchen. Das Team kümmert sich dann um einen Abholservice oder fährt einen selbst hin. Auch die Selbstversorgung mit Essen ist super simpel. Es gibt immer jemanden, der uns Volontäre in den Supermarkt fahren kann und wenn man zusätzlich noch ein bisschen schlau plant, kommt man wirklich gut zurecht.
Gewohnt wird im Camp zwar mitten im Bush, allerdings in befestigten Gebäuden. Die Zimmer sind Zweier- bis Dreierzimmer (je nach Personenzahl, allerdings werden es selten mehr als zwei pro Raum) und es gibt einen gemeinschaftlichen Chillbereich und eine geteilte Küche. Badezimmer und Toilette sind entweder an den Räumen integriert, in dem einen Reservat, oder in dem anderen in separaten Blechhütten, ein paar Meter von den
Zimmern entfernt. Das Ganze ist ein Abenteuer und kein Luxusurlaub. Aber wenn man sich darauf einlässt, kann diese Zeit wirklich unglaublich besonders werden. Ich habe mich im Bush Camp im Shikondo Reservat wirklich verdammt wohl gefühlt und hoffe sehr Tamlyn, Rudi und Rebecca bald mal wieder zu besuchen!










Ganz viel Spaß, falls du diese Reise auch bald antreten wirst. Es wird unvergesslich!
Hinweis aus 2026: Das Programm, insbesondere auch die Unterkunft, hat sich seit diesem Beitrag ein wenig verändert und ist nun viel komfortabler geworden. Alle Infos zum Ritt findest du auf unserer Website: The Horse Safari Company.
*Load Shedding (Lastabwurf) bezeichnet das geplante, zeitweise Abschalten der Stromversorgung in bestimmten Regionen. Diese Maßnahme wird von Stromnetzbetreibern ergriffen, wenn die Nachfrage das verfügbare Angebot übersteigt. Ziel ist es, das Stromnetz im Gleichgewicht zu halten und einen unkontrollierten, großflächigen Blackout (Netzzusammenbruch) zu verhindern.

