Roadtrip South Africa

Meine erste Südafrika Reise und meine erste Afrika-Reise überhaupt, beginnt mit einer sehr angenehmen Fahrt vom Flughafen in Johannesburg zur Horizon Lodge in der Limpopo Region. Aber die Horizon Signature Safari ist auf dieser Reise nicht mein einziges Ziel. Ich habe in den kommenden 10 Tagen viel vor. Ich werde sehr herzlich bei Horizon von Laura, der Camp- und Buchungsmanagerin, empfangen und bekomme eines der Hippo- Zimmer mit einem wunderschönen Blick auf den See an dem die Lodge gelegen ist. Das Zimmer hat seinen Namen daher, das sich in dem See häufiger drei Flusspferde aufhalten. Bei mir bleiben erst mal keine Wünsche offen und ich lasse mir nach einer kurzen Dusche ein üppiges und leckeres Mittagessen schmecken.

Am Nachmittag geht es für mich dann direkt auf den ersten Ritt mit der Stute Shavanna. Wir haben einen wunderschönen ersten Ausritt in einer kleinen Gruppe mit 5 weiteren Reitern. Ich komme schon am ersten Tag aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Wir reiten über wunderschöne Steppen, sehen direkt Zebras, Impalas, Giraffen und Strauße. Einfach „WOW“, hier bekomme ich direkt einen kleinen Vorgeschmack auf die restliche Zeit in Südafrika. Am Abend essen wir alle gemeinsam und lachen viel, die restlichen Gäste sind alle super nett und herzlich. Ich fühle mich keinen Moment unwohl als Alleinreisende.

Meine erste Nacht in Südafrika ist dann allerdings ein bisschen abenteuerlich, wir haben ab ca. 3 Uhr Gewitter und das ist dort noch mal ganz anders laut und gewaltig, als man es von Deutschland kennt. Der nächste Tag beginn mit einem frühen Frühstück und dann geht es direkt los auf den nächsten Ritt, wir reiten für die Nacht zu einer anderen Lodge. Heute reite ich Socks einen super süßen und braven, kleineren Falben-Wallach. Er macht mega viel Spaß und wird mein Pferd für die nächsten Tage sein. Wir kommen bei unserem Ritt an Giraffen und einem Eland vorbei und haben ein paar tolle lange Galoppaden. Aus der Ferne können wir sogar einige Büffel sehen. An der Bellevue Lodge angekommen, bin ich entzückt, die Lodge liegt etwas höher auf einer kleinen Ebene und man kann auf der Freifläche davor viele Tiere beobachten und hat eine tolle Aussicht.
Wir entspannen nach einem leckeren Lunch ein wenig am Pool in der Sonne, bevor es um 16 Uhr auf den nächsten Ritt geht. Am Abend genießen wir gemeinsam ein leckeres 3-Gänge-Menü in der Lodge und bewundern einen wunderschönen Sonnenuntergang mit einem Gläschen Gin-Tonic.

Am nächsten Morgen geht es für uns recht früh zurück zur Horizon Lodge, aber auch auf diesem Ritt gibt es ein paar tolle lange Galoppaden in Richtung Stall. An der Lodge angekommen, heißt es dann für mich leider schon wieder Koffer packen, denn es geht direkt weiter in das nächste Abenteuer.

Etwa eine Autostunde entfernt, liegen die Lodges Ant`s Nest & Hill, wo ich am Nachmittag ankomme. Meine Zeit bei Horizon war leider viel zu kurz um alles erleben zu können. Trotzdem hat es gereicht, um mir bewusst zu machen, was hier so Besonders
ist. Es wird wirklich auf jeden Gast, seine Wünsche und auch sein Können individuell eingegangen. Es gibt für jeden das passende Pferd, egal ob jung oder alt, unerfahren oder erfahren. Die Lodge liegt gemütlich und sicher an einem See und man fühlt sich auch als Alleinreisende und vor allem auch Afrika-Anfängerin, wie ich es war, super sicher und geborgen. Meine absolute Empfehlung also für Menschen,
die sich gerade erst an das Thema Afrika herantasten und nicht gleich mit Großwild reiten wollen. Daher auch eine absolute Herzensempfehlung für Familien mit Kindern oder wenig erfahrene Reiter, auch in Kombination mit einer erfahrenen Reisebegleitung, weil dann die Ritte auch aufgeteilt werden können und man sich zum Mittagessen wieder trifft.

Bei Ants Hill werde ich ebenfalls herzlich empfangen und kann direkt mein Zimmer beziehen, das Eagles Nest über dem Hauptgebäude der Hill Lodge. Das Zimmer ist super schön und hat einen tollen Blick über das Tal. Auf einer Freifläche entdecke ich direkt ein paar Affen (Baboons) und Giraffen. Nach einem kleinen Nachmittags Snack (Kuchen 😊) und Kaffee geht es für mich dann auf einen Game Drive, unser Ziel ist die andere Lodge (Ants Nest). Als Reiseagent will ich natürlich alles sehen, um eine bessere Vorstellung von den Orten und Zimmern zu bekommen. Unterwegs entdecken wir schon viele Tiere, auch ein paar Warzenschweine mit kleinen Frischlingen und Zebras sind dabei.

Zum Zeitpunkt meiner Reise im Dezember ist bei vielen Tieren „Baby-Season“, was heißt es werden viele Jungtiere geboren. Die beiden Lodges Ants Nest & Hill überzeugen mich sofort. Alles ist super gepflegt und stilecht eingerichtet, die luxuriösen Zimmer lassen keine Wünsche
offen. Die Räume liegen alle sehr privat, aber der Gemeinschaftsbereich und der Pool sind jeweils schnell zu erreichen. Gegessen wird auch hier immer mit allen gemeinsam, was ich sehr schön finde. Hier kann man sich über das Erlebte austauschen und neue Gesichter kennen lernen.

Am nächsten Morgen, nach einer ruhigen Nacht, geht es für mich nach einem kleinen Frühstück um 8 Uhr zum ersten Ritt. Wir erleben wirklich lange
und auch schnelle Galoppaden und sehen ein bisschen Kleinwild. Mein Pferd ist eine brave Scheckstute – Serengeti. Am Nachmittag und auch am nächsten Morgen bin ich dann alleine mit Guide und Back-up Guide auf den Ritten unterwegs. Diese beiden Ritte waren jeweils sehr beeindrucken, ich bekomme wahnsinnig viel von meinem Guide „Rusty“ über die Tiere, Pflanzen, Geologie und die Vegetation erklärt. Abends erleben wir auch einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Berg und haben einfach eine gute Zeit. Diese Ritte waren ganz individuell für mich abgestimmt und wir entdecken am Morgen des nächsten Tages auch noch drei Nashörner auf einer kleinen Ebene. Da wir nur zu Dritt sind, kommen wir sehr nah ran und können diese beeindruckenden Tiere sehr lange und friedlich beobachten. Aber ein weiteres Highlight auf dem Ritt, waren auch die super niedlichen Erdmännchen die wir an ihrem Bau entdeckt haben. Am Nachmittag trete ich schon meinen letzten Ausritt an, wir sind jetzt wieder etwas mehr Reiter, da neue Gäste angekommen sind. Leider haben wir auf meinem letzten Ritt kaum Tiersichtungen. Dafür aber einen wunderschönen Sonnenuntergang am Abend. Nach einer erholsamen letzten Nacht in meinem sehr privat gelegenen Zimmer, geht es für mich am nächsten Morgen nach dem Frühstück auch schon zum Flughafen.

Meine Zeit bei Ants Nest & Hill war wunderschön, hier wurde mir jeder Wunsch direkt erfüllt und ich habe mich immer super wohl und gut aufgehoben
gefühlt. Die Ritte waren einfach toll und ich hatte viele, sehr aufregende und nahe Tiersichtungen. Hier ist es ähnlich wie bei Horizon – es wird auf jeden Gast individuell eingegangen und das Programm entsprechend angepasst. Wer gerne auch ein wenig Großwild sehen möchte (allerdings ist dies nur für erfahrene Reiter möglich), hat hier die Möglichkeit neben Zebras, Giraffen und vielen tollen Antilopenarten, auch Büffel und Nashörner zu erleben.

Aber meine Reise ist auch hier noch nicht zu Ende, für mich geht es mit einem kurzen Inlandsflug von Johannesburg weiter nach Hoedspruit. Eine Autostunde entfernt von dem kleinen Flughafen starte ich in mein letztes Abenteuer in Südafrika. Für mich beginnen nun fünf spannende und aufregende Tage auf der Big 5 Safari bei Wait A Little. Nach einem kurzen Kennenlernen, beziehen wir unsere sehr großen und luxuriösen Safarizelte und machen uns direkt fertig für den ersten Ritt. Wir, das ist eine bunt gemischte Gruppe aus 8 Reitern.

Am Nachmittag gegen 16 Uhr brechen wir mit unserem Guide Jo zu unserem ersten Ritt auf. Hier bin ich noch mal ganz anders aufgeregt und doch ein
bisschen froh, vorher bei Horizon und Ants Hill gewesen zu sein, um schon mal zu wissen, was in etwa auf mich zukommt. Bei Wait A Little auf dem Reservat gibt es alle Big Five Tiere, also Nashörner, Elefanten, Löwen, Leoparden und Büffel, zu entdecken. Ich hoffe natürlich, dass wir sie auch alle in den nächsten Tagen sehen werden. Mein Pferd für den ersten Ritt ist Alpha, eine sehr große aber super bequem zu sitzende und entspannte Stute. Auf dem ersten Ritt entdecken wir direkt ein großes Nashorn einfach so am Wegrand und erleben ein paar tolle Galoppaden. Ebenso dürfen wir Flusspferde im Wasser beobachten und sehen am seichten Ufer auch ein paar Krokodile. Wir reiten sogar durch einen kleine Seitenarm des Sees. Am Abend bin ich noch ganz überwältigt von den Erlebnissen des ersten Rittes und falle nach einem leckeren 3-Gänge Abendessen müde ins Bett.

Am nächsten Morgen geht es sehr früh zum Frühstück, um 7 Uhr sitze ich auf dem Pferd und es geht los zum nächsten Ritt. Heute reite ich Ice, einen süßen Schimmel-Wallach mit einem Hängeohr. Am Morgen sehen wir eine große Herde Büffel und sogar Löwen aus der Ferne! Ich war fürchterlich aufgeregt, aber es war beeindruckend den Löwen und die Löwin zu beobachten wie sie so ihr Löwending machen – also Chillen. Gegen 11 Uhr sind wir wieder am Hof und bekommen ein leckeres Mittagessen bzw. Brunch mit vielen Salaten, Brot und Kudu-Carpaccio. Da ich gutes Essen sehr schätze, ist das Essen in Südafrika für mich ein absoluter Traum und ich komme jeden Tag voll auf meine Kosten. Nach einer langen Mittagspause am Pool, gehen wir am Nachmittag auf den nächsten Ritt. Hier finden wir leider nur wenig Tiere, aber am Ende sehen wir noch ein paar Giraffen und Antilopen, sowie eine Schildkröte (ich hab mir sagen lassen, dass Schildkröten die Vorboten für Regen sind). Dafür unternehmen wir zwei schnelle Galoppaden. Am Abend essen wir wieder alle gemeinsam und tauschen uns über das Erlebte vom Tag aus. Die Mahlzeiten werden auch hier an einem
großen Tisch eingenommen. Das ist einfach so schön, weil man nie alleine isst und auch Zeit hat sich mit den anderen Gästen der Reise über
all mögliches zu unterhalten und nicht selten erfährt man spannende Geschichten über die verschiedenen Personen.

Am nächsten Tag, nach einer verregneten Nacht (die Schildkröte hatte Recht), werde ich von Affen geweckt, die durch das Camp und
über die Dächer hüpfen. Eine Affenmutter mit einem Baby auf dem Arm macht auf meiner Terrasse Halt und ich kann sie kurz
beobachten. Ein toller Start in den Tag. Auf dem Ritt am Morgen haben wir etwas mehr Glück. Erst finden wir eine große Herde Büffel und später entdecken wir wieder das Löwen-Pärchen vom Vortag und kommen sogar sehr nah an sie ran und können sie so super beobachten. Dafür mussten wir aber recht lange kreuz und quer durch den dichten Busch reiten – was für ein Abenteuer! Heute gehen wir nach der Mittagspause nicht auf einen Ausritt, sondern machen einen Game Drive. Wir wollen die Elefanten finden, die zu der Zeit recht weit entfernt sind. Deswegen ist es zu Pferd fast unmöglich sie zu sehen. Wir haben aber wenig Glück und finden leider keine Elefanten. Dafür entdecken wir aber Büffel, Nashörner und sogar einen Geparden. Außerdem erleben wir einen tollen Sonnenuntergang im Busch. Zurück auf der Farm, genießen wir wieder
eine leckeres Abendessen und ein paar fröhliche Stunden am Lagerfeuer.

Am nächsten Morgen machen wir nochmal einen langen Ausritt, mit tollen Galoppaden. Wir galoppieren dabei auch durch ein trockenes Flussbett. Eine wunderschöne Erfahrung. Für meinen letzten Ritt bekomme ich noch mal Ice und habe viel Spaß. Nachmittags geht es wieder mit dem Auto los, wir starten einen weiteren Versuch die Elefanten auf der anderen Seite des Flusses zu finden. Leider ohne Erfolg, die Elefanten wollen sich bei meiner Südafrikareise wohl einfach nicht zeigen. Dafür entdecken wir aber etwas ganz andere: einen Leoparden. Diese sieht man nur sehr selten, da sie so scheu sind. Wir aber haben Glück und bekommen eine wunderschöne Sicht auf einen Leoparden der gerade ein Schläfchen in einem Baum hält. Was für ein tolles und seltenes Erlebnis! An meinem letzten Abend sitzen wir nach dem Essen noch lange zusammen und genießen die Zeit.

Am nächsten Morgen schlafe ich etwas länger und dann geht es auch schon zurück zum Flughafen für mich. Für den Rest der Gruppe geht die Reise noch
weiter, die Big 5 Safari geht normalerweise 7 Nächte. Zurück am Flughafen freue ich mich auf zu Hause und die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage. Ich bin aber auch sehr wehmütig, dass mein Abenteuer Südafrika nun schon vorbei ist. Aber ich komme wieder, schließlich habe ich noch keine Elefanten gesehen!

Hier findest du die Ritte der Reihenfolge nach auf unserer Website:

Horizon Signature Safari

Ant’s Nest & Hill

Wait A Little Big 5 Safari

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Patricia Haller

Patricia freut sich immer wieder, ihre Pferdeverrücktheit mit der Leidenschaft für das Reisen und ihrer Abenteuerlust zu verbinden. Mit einem Blick für Details testet sie regelmäßig unsere neuen Partner oder besucht Farmen, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten.

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