Kurztrip in die Berge Spaniens

Dankbarkeit ist das erste Wort, das mir in den Sinn kommt, wenn ich an die Tage in Spanien zurückdenke! Ich bin unendlich dankbar für diese wundervolle Zeit, die wunderschöne Natur, die fantastischen und super trittsicheren Pferde, die wunderbaren Gespräche mit der Gruppe und Dallas‘ Gastfreundschaft. Es war atemberaubend. Die Pferde sind so toll, brav und super ausgebildet. Die Ausrüstung der Pferde ist hervorragend. Dallas ist eine echte Pferdefrau. Sie kennt jedes ihrer Pferde so gut und jedes wird für seine einzigartigen Eigenschaften geliebt und das spürt man immer und überall auf dem Ritt.

Wir haben in den Tagen in Spanien wirklich so viel erlebt. Die bergige Landschaft war ziemlich anspruchsvoll und der Ritt erfordert auch ein gewisses Maß an körperlicher Fitness. Alles in allem ist der El Sulayr Ritt ein wundervolles Abenteuer im Sattel.

Tag 1 – Anreise
Meine Anreise nach Spanien und ins nächste Abenteuer im Sattel beginnt leider mit etwas Verspätung am Flughafen in Málaga. Aber die Gruppe Mädels wartet zum Glück auf mich, alle sind super nett und wir verstehen uns auf Anhieb gut. Wir fahren ca. 2 Stunden vom Flughafen in Málaga nach Bubión zum Hotel, unweit davon sind auch die Ställe von Dallas. Die Straßen nach Bubión sind sehr kurvig und das Auto bringt uns direkt hinauf in das Alpujarra Gebirge am Rande der Sierra Nevada. Hier werden wir auch die nächste Tage reiten.

Die Unterkunft in Bubión ist ein altes, wunderschönes Bauernhaus, sehr liebevoll und urig eingerichtet. Die Aussicht aus dem Fenster ist wunderschön und wir haben einen tollen Blick über das Tal. Ein warmes Kaminfeuer erwartet uns schon als wir ankommen. Das Wetter im April in den Bergen in Spanien ist zwar schön, aber mit 5-10 Grad noch recht kalt. Jeder bezieht sein Zimmer und hat etwas Zeit, bevor uns Dallas zum Abendessen abholt. Gegen 19 Uhr treffen wir uns dann mit ihr unten in der Lobby. Dallas wird auch unsere Rittführerin sein. Ihr gehört der Hof und sie führt Sierra Trails seit über 20 Jahren. Wir gehen in ein kleines Restaurant im Ort und genießen super leckeres Essen. Jetzt ist auch Zeit über die Reitkenntnisse der Teilnehmer und den Ablauf der nächsten Tage zu sprechen. Wir lassen den Abend entspannt ausklingen. Die bunte Gruppe Mädels ist sehr nett, mit dabei auch Kunden von mir aus Deutschland. Insgesamt sind wir 6 Reiter.

Tag 2 – 1. Reittag
Nach dem Frühstück um 8:30 Uhr, werden wir von Jeanette abgeholt und zu den Ställen gebracht. Es ist sonnig, aber mit 5 Grad auch ziemlich kühl. Wir erreichen den Hof, der am Hang liegt, und aus einem großen Paddocktrail, einem Stall mit Boxen und einem Reitplatz besteht. Hier beherbergt Dallas ca. 18 Pferde. Dort treffen wir auch Dallas und ihren Bruder Mordechai, der uns ebenfalls auf dem Ritt begleiten wird. Er ist professioneller Pferdetrainer und Hufschmied, was natürlich bei einem Ritt durch die Berge sehr praktisch ist. Wir lernen unsere Pferde kennen, ich reite Telleo – einen etwas größeren Schimmelwallach, der wohl recht gemütlich und brav unterwegs ist. Alle Pferde sehen super aus und haben eine sehr gute Ausrüstung, alle Sättel haben Sicherheitssteigbügel und die Pferde sind gut bemuskelt. Jedem Reiter wird erst einmal etwas über sein Pferd und den Charakter erzählt. Hier merkt man direkt, dass jedes Tier hier sehr geliebt wird. Wir packen unsere Sachen in die Satteltaschen und reiten dann auch schon zügig los.

Heute geht es erst mal recht weit nach oben und wir reiten oberhalb des Poqueira Tals. Der Weg ist oft steil und sowohl wir als auch die Pferde müssen uns ganz schön anstrengen. Aber es macht super viel Spaß mit diesen tollen Pferden den Berg hochzuklettern. Immer wieder steigen wir ab und führen, wenn der Weg schmaler oder steiler wird. Insgesamt reiten wir hinauf auf über 2.300 m und genießen eine wunderschöne Aussicht über das Tal. Von dort aus kann man bis an die Küste und zum Meer sehen. Der Kontrast vom Meer und den Bergen ist atemberaubend. Nach dem Aufstieg reiten wir durch einen kleinen Bach und machen kurz darauf eine Pause auf den Felsen. Hier gibt es Mittagessen und die Pferde können sich ohne Sättel ausruhen. Am Nachmittag geht es dann wieder bergab Richtung Hof, hier können wir auch noch zweimal länger galoppieren. Auf dem Rückweg reiten wir durch kleine Wälder, Bäche und durch ein trockenes Flusstal. Es ist ein wunderschöner Weg, auch hier steigen wir immer wieder ab und führen die Pferde die steilen Passagen hinab. Wobei die Pferden überhaupt keine Probleme mit den steilen Hängen haben, sie sind absolut trittsicher. Hier
müssen eher wir Menschen darauf achten, dass wir unsere Beine sortiert bekommen.

Wieder zurück am Hof werden alle Pferde noch gewaschen und in den Feierabend entlassen. Am Abend treffen wir uns wieder mit Dallas in einem kleinen Restaurant im Ort und essen leckere Paella und/oder Pizza. Später fallen wir alle müde und glücklich ins Bett.

Tag 3 – 2. Reittag
Heute reiten wir in einen anderen Ort – Trevelez, wo wir auch die nächste Nacht verbringen werden. Trevelez ist eines der höchst gelegenen Dörfer
Spaniens und liegt auf 1.480 m. Ein kleines Bergdorf in den Alpujarras und es ist berühmt für seinen Serrano-Schinken. YUMMY! Heute reiten wir also in eine ganz andere Richtung und dafür geht es erst mal bergab ins Tal. Wir reiten auf breiteren Forststraßen, hier können wir auch immer wieder traben und galoppieren. Bergab steigen wir auch immer wieder ab und kommen an wunderschönen Levadas vorbei (künstliche Wasserläufe). Hier dürfen die Pferde natürlich immer auch etwas grasen und trinken. Die Landschaft ist heute ganz anders und viel grüner, alles blüht und sprießt und die Pferde lassen sich das saftige Gras schmecken. Hier im Tal ist der Frühling schon deutlich zu spüren. Auf unserem Weg kommen wir auch durch zwei andere Dörfer, diese sind alle wunderschön mit ihren schneeweißen Häusern am Hang gelegen. Auch durch die engen Dorfstraßen führen wir die Pferd und steigen erst am Ortsrand wieder auf. Später reiten wir wieder etwas mehr bergauf um in unseren Zielort zu kommen. Hier legen wir zwischendurch auch eine Rast ein und genießen eine Pause und das leckere Mittagessen.

Am Nachmittag treten wir dann den restlichen Weg nach Trevelez an und können auch noch ein paar Mal galoppieren, bevor wir an eine Stelle kommen, wo der Weg leider zum Teil abgerutscht ist. Hier müssen wir also einen kleinen, aber sehr steilen Hang runter, einen Bach überqueren und auf der anderen Seite wieder hinauf. Da der Ab- und Aufstieg sehr schwer und steil ist, gehen wir die Strecke einzeln mit den Pferden. Und auch wenn das echt ein kleines, ungeplantes Abenteuer ist, so haben wir zu keiner Zeit das Gefühl unsere Pferde kommen dadurch irgendwie in Stress oder wissen nicht was sie tun. Nachdem das geschafft ist, geht es auf kleinen Trampelpfaden weiter in Richtung Trevelez. Dort angekommen waschen und versorgen wir die Pferde in einem kleinen Stall mitten im Dorf. In dem Bergdorf sind die Ställe alle noch unterhalb der Häuser, da die Winter recht hart und lang sein können. Den Abend lassen wir in einem kleinen Restaurant mit Bergblick und leckerem Essen ausklingen.

Tag 4 – 3. Reittag
Nach dem Frühstück machen wir uns erst einmal zu Fuß mit den Pferden auf den Weg raus aus dem Ort. Heute geht es für unsere Gruppe noch mal hoch hinaus. Wir reiten über die Berge von Trevelez zurück zu den Ställen nach Bubión. Zunächst reiten wir über einige breitere Feldwege, hier galoppieren wir auch immer wieder längere Strecken, bevor der Weg dann schmaler und steiler wird. Die Pferde und wir müssen ab und an wieder ganz schön klettern. Es wird ziemlich steinig und steil, wir reiten heute wieder rauf auf über 2.400 m. Hier sind wir dann auch oberhalb der Baumgrenze. Beim Aufstieg verliert eines der Pferde ein Hufeisen, aber das ist kein Problem. Unser Back-Up Guide Mordechai ist ein ausgebildeter Hufschmied und so ist das Hufeisen schnell wieder drauf und es kann weiter gehen. Je höher wir reiten, desto dünner wird die Luft und wir machen auch immer wieder Pausen. Auf dem Weg begegnen wir Kuhherden und reiten durch kleine Bäche. Oben angekommen ist es recht kühl, aber sonnig. Uns erwartet eine sehr steinige Mondlandschaft und sogar ein bisschen Schnee. Wir machen Rast hinter einem kleinen Wäldchen und genießen die Sonne. Danach treten wir den Abstieg über wunderschöne kleine Wege an. Ab und an müssen wir auch hier absteigen und kurze Strecken zu Fuß gehen.

Alle sind müde, aber auch sehr glücklich einen weiteren, so schönen Tag im Sattel erlebt zu haben. Wir versorgen die Pferde und nehmen Abschied. Alle sind etwas traurig als wir zum Hotel zurück fahren. So viele Stunden im Sattel schaffen schon nach wenigen Tagen eine Verbindung und Vertrauen zu den Pferden. Den Abend lassen wir in einer kleinen Taverne mit leckerer Paella und Bier, gemeinsam mit Dallas, ausklingen.

Tag 5 – Abreise
Am Morgen treffen wir uns recht früh zu unserem letzten gemeinsamen Frühstück. Die Stimmung ist gut und alle sind glücklich, so eine schöne Reise gemacht zu haben. Wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit und haben einen wunderschönen und auch abenteuerlichen Ritt hinter uns.

Insgesamt eine wundervolle Erfahrung, die Ritte bei Dallas in Spanien sind ein absolutes Abenteuer im Sattel. Hier geht es allen Pferden sehr gut und sie werden geliebt und gepflegt. Die Berge bieten ein außergewöhnliches Reiterlebnis, das sowohl für die Pferde, aber auch für uns Menschen anspruchsvoll ist. Die Pferde sind wahnsinnig trittsicher und wissen immer wo es lang geht, dadurch fühlt man sich immer sicher. Ich bin so dankbar für das tolle Erlebnis und die wunderschönen Erinnerungen!

Hier findest du den Ritt auf unserer Website: El Sulayr.

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Patricia Haller

Patricia freut sich immer wieder, ihre Pferdeverrücktheit mit der Leidenschaft für das Reisen und ihrer Abenteuerlust zu verbinden. Mit einem Blick für Details testet sie regelmäßig unsere neuen Partner oder besucht Farmen, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten.

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